Salat im Glas – Frisch durch Vakuum

Und das meine lieben Freunde, ist Salat im Glas.

„Toll“, denkt ihr euch jetzt vielleicht. „Und was ist daran jetzt besonders?“

Das Besondere ist das Glas bzw. der Dose selbst. Es handelt sich nämlich um einen Vakuumbehälter der Firma Lava. Sie hat einen ganz speziellen Deckel an dem man eine Vakuumpumpe ansetzen, und so die Luft raus saugen kann.

Das Ergebnis? Lebensmittel kommen nicht (oder kaum noch) mit Sauerstoff in Berührung und halten so viel länger – doppelt oder sogar dreifach so lange.

Gerade bei Salat kann man sich das natürlich super zu Nutzen machen. Ich möchte fast sagen, es ist eine kleine Revolution.

Denn, und ich glaube damit liege ich richtig, die meisten von uns mögen doch Salat, oder? Das Problem liegt doch meist in der Zubereitung. Wenn man Hunger hat, dann hat man JETZT Hunger und möchte möglichst schnell und griffbereit irgendetwas haben. Sie erst noch ewig lange in der Küche aufzuhalten, gut, das ist für manche Entspannung, für Viele aber auch eine Qual.

Mit Vakuumbehältern ist es möglich, sich einen Tag rauszupicken, viele Zutaten einzukaufen und dann eine große Menge an Salat herzustellen:

Diesen füllt man anschließend in die Behälter um, setzt den Deckel drauf und saugt die Luft ab.

Die so gefüllten Gläser stellt man in den Kühlschrank, und hat somit einen Vorrat für die kommenden Tage. Fast Food aus der eigenen Küche.

Und das funktioniert wirklich?

Auf jeden Fall! Diese Salate hier waren drei Tage alt, und haben noch genauso knackig und frisch wie am ersten Tag geschmeckt:

Beim Nachmachen würde ich jedoch auf jeden Fall empfehlen, das Abtropfsieb (das Weiße untem auf dem Behälterboden) zu verwenden, damit die Zutaten nicht in ihrem eigenen Saft schwimmen, und zusätzlich die schweren Zutaten nach unten zu stapeln.

Falls jemand fragt, die Idee stammt natürlich nicht von mir 😉

Ich bin vor einiger Zeit auf diese tolle Webseite gestoßen:

Dort zeigt die Bloggerin Paula, warum und wie sie ihren Glassalat macht. Das Video hat mich dann echt neugierig gemacht, und ich wollte es unbedingt mal selbst ausprobieren:

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=5Gax7O9_ZIc&w=490&h=276]

Das Problem war allerdings die dazu nötige Technik. Ein entsprechendes Vakuumiergerät habe ich schnell gefunden (wenn auch für ziemlich heftige Preise), aber solche Universaldeckel zum Erzeugen des Unterdrucks gibt es bei uns leider nicht, wie in den Staaten, an jeder Ecke.

Bei meinen Recherchen bin ich dann auf Lava gestoßen, einem Shop für Vakuumiergeräte und Vakuumbeutel und habe mich dort als Alternative für die Kunststoff-Vakuumbehälter mit einem Fassungsvermögen von 1 Liter entschieden (VL 0163). Erst einmal für zwei Stück für 17,90 Euro. Dazu dann die Pumpe für 9,90 Euro (VL 0056).

Okay, es ist kein echtes Glas, aber der Behälter ist sehr robust und stabil und darüber hinaus auch noch bpa-frei.

Und was soll ich sagen? Ich bin restlos begeistert! Und ich werde mir definitiv noch weitere Dosen dazu kaufen.

Es ist nicht nur Salat, der auf diese Weise schnell und griffbereit vorhanden ist, wenn der kleine (oder der größere Hunger) kommt. Praktisch alle Lebensmittel können damit länger haltbar gemacht werden, seien es Erdbeeren, Sprossen, das Nudelgericht von gestern, Muffins oder Suppen.

Besonders toll sind die Behälter auch für Smoothies.

Diese kann man am Abend vorbereiten und unmittelbar danach den Sauerstoff entziehen, um zu garantieren, dass dieser so wenig wie möglich oxidiert. Klar, einen gewissen Vitaminverlust gibt es immer, aber auf jeden Fall weniger als ohne eine Vakuumverpackung. Und es ist ein idealer Kompromiss. Denn wenn wir ehrlich sind, scheitern viele unserer Ernährungsvorsätze nicht daran, dass wir keinen Appetit auf etwas Gesundes haben, sondern dass die Vorbereitungszeit in jeweils eher ungünstigen Momenten abschreckend wirkt. Wenn wir dann etwas essen oder trinken, was wir am Vortag oder am Vorvortag zubereitet haben, dann ist es sicher immer besser, als doch zu einer Junk Food Alternative zu greifen.

Habt ihr schon mal von Salat im Glas gehört oder es vielleicht auch schon ausprobiert? Was haltet ihr davon?

8 Comments on “Salat im Glas – Frisch durch Vakuum

  1. Genial!
    Genau diese Seite habe ich vor längerer Zeit gelesen, war dann aber mit meiner Aufmerksamkeit woanders.
    Ich denke, ein Behälterset plus Handpumpe werde ich mir irgendwann leisten. Klingt gut & praktisch – mich nervt nämlich beim Gemüseputzen am meisten das Saubermachen danach, und so könnte ich das auf weniger Gelegenheiten reduzieren.
    Danke fürs freundliche dran Erinnern!

    • Gerne doch 😉
      Mir geht’s auch so! Eigentlich habe ich kein Problem mit dem Waschen und Schnibbeln von Gemüse. Bei mir sind es eher zwei Sachen: Zeitmangel – und die merkwürdige Tatsache, dass ich nie Appetit auf das habe, was ich zubereite während ich schon tierischen Hunger habe.
      Nach Hause kommen, Kühlschrank auf, das Vorbereitete herausholen – das ist da schon was anderes 🙂

  2. nee …
    frisch ist frisch.

    heute für heute – das ist ok.
    länger – nein.
    punkt.

    • Was für dich gilt, gilt aber nicht für alle. Klar, frisch mag ich auch lieber. Aber ich habe gemerkt, dass das für mich an manchen Tagen einfach unrealistisch ist und ich dem Schweinehund damit zu viel Raum gebe.

      Es ist ja keine Idee für diejenigen, die Zeit und Lust haben, sich Salate Tag für Tag frisch zuzubereiten, sondern für alle anderen 😉

  3. Die Boxen sind wirklich superklasse, von dir inspiriert habe ich mir auch ein paar angeschafft. Lohnt sich wirklich, am nächsten Tag schmecken Obst und Gemüse immer noch gut, Salat wird nicht schlaff (im Gegensatz zu meiner Tupperbox) und vergammeln tuts auch nicht so schnell, wie wenn man was Geschnibbeltes sonst in einer normalen Box hat. Auf den ersten Blick teuer, aber sie sind es wert!

  4. Pingback: Wocheneinkauf & food prep #1 | Wind im Haar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.