Quick-Start: Meditation

meditation

Der Schlüssel zu Glück, inneren Frieden und Selbstheilung oder doch eher esoterischer Unsinn? Die Meinungen zum Thema Meditation sind gespalten, wenn man sich in seinem Umfeld so umhört.

Zu Unrecht, wenn wir die Wissenschaft fragen. Die zahllosen positiven Effekte, die Meditation auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden haben kann, sind bereits in vielen Studien nachgewiesen worden (interessante Links dazu hier, hier oder hier).

Dazu gehören u.a.:

  • Verringerung von Stress
  • Aktivierung bestimmter Enzyme, die u.a. eine Rolle im Anti-Aging Prozess spielen
  • Schulung von Achtsamkeit und dem Leben im Augenblick
  • Linderung von chronischen Schmerzen
  • positiven Einfluss auf Essverhalten – Fressflashs sollen verhindert werden können
  • Ausschüttung von Glückshormonen, Entgegenwirken von Depressionen und Ängsten
  • Stärkung des Immunsystems

Aller Anfang ist schwer

Es ist also keine so schlechte Idee, seine Vorurteile über Bord zu werfen, oder? Aber ja, ich weiß, aller Anfang ist wirklich schwer. Das geht mir nicht anders.
Als ich mich zum ersten Mal für das Thema Meditation geöffnet habe, habe ich mir vorgenommen, mich jeden Tag 10 Minuten in der typischen Budda-Pose auf den Fußboden zu setzen, tief durch die Nase ein, und den Mund wieder auszuatmen und mich auf das imaginäre Rauschen von Wellen zu konzentrieren.

Netter Versuch, aber es hat leider nicht geklappt! Meine Gedanken überschlugen sich, spielten verrückt – und zwischendurch immer die Frage „Wie lange denn noch?“

Auch der Tipp, das Abschweifen zur Kenntnis zu nehmen und einfach zu dem Rauschen (dem Licht, der Leere, dem bewussten Atmen – wofür man sich auch entscheidet) zurückzukehren, half nicht. Die Sitzungen hatten mit Entspannung nicht wirklich etwas zu tun, sondern führten genau zum Gegenteil, einem verkrampften Körper, tauben Füßen und fest zugekniffenen Augen.

Sicher, nun ist ja noch mal ein kein Meister vom Himmel gefallen. Aber man sollte schon eine Idee davon bekommen, in welche Richtung das Ganze vielleicht irgendwann mal geht. Meine Versuche habe ich damals also abgebrochen.

ommm

Meditative Zustände habe ich aber seither immer wieder mal in ganz ungezwungenen Momenten erlebt. Am häufigsten passiert mir das am Strand. Die Energie dort ist einfach perfekt. Dazu die frische Luft, dem echten Rauschen von Wellen und dem unverstellten Blick auf Weite. Einfach so ganz ohne Intention dasitzen und sich selbst spüren – herrlich.

Aber auch in ganz unerwarteten Momenten passiert es mir, dass ich aufhöre bewusst zu denken und mit mal ganz im Augenblick bin, z.B. beim aus den Fenster schauen im Zug – die weiten Landschaften, die an einem vorbeirasen. Oder beim Spazierengehen mitten im Nirgendwo.

Wie kann ich dieses Bewusstsein, diesen Zustand in mein Wohnzimmer holen, und so auch dann meine Stimmung bewusst steuern, wenn ich keine Zeit habe, raus in die Natur zu fahren?

Eine Anleitung, die für jeden funktioniert – wer hätte das gedacht – gibt es da bestimmt nicht. Und aus diesem Grund möchte ich persönlich zunächst auch noch nicht auf Bücher mit bestimmten Methoden, Tipps und Tricks zurückgreifen. Das kommt später,
Erst einmal finde ich es wichtiger, sich ganz darauf zu konzentrieren, Kontakt mit sich selbst aufzunehmen. Sich (an)leiten zu lassen, um wirklich abschalten zu können – und sich nicht zu fragen, ob man es falsch oder richtig macht.

Ich habe mich für den Anfang aus diesem Grund für Videos auf Youtube entschieden, entweder geführte Meditationen oder einfach Melodien, Rhythmen oder Naturgeräusche.

Letzte Woche habe ich gestartet, und seither versuche ich mir jeden Tag 5 bis 30 Minuten für eines der Videos Zeit zu nehmen. Ich schaue sie nicht, sondern höre sie mir mit geschlossenen Augen, auf einen Stuhl sitzend an. Der Boden und die Buddha-Pose kommen dann irgendwann, wenn ich sicherer in der ganzen Geschichte bin.

Meine bisherigen Top-5:

youtube



Wie ist das bei euch? Meditiert ihr? Seit wann? Und mit welcher Methode kommt ihr am besten klar?

5 Comments on “Quick-Start: Meditation

  1. Ich mache Atemübungen nach Nobuo Shioya. Die sind toll. Nur leider gibt es Tage, wo ich sie vergesse.

  2. Danke für die Videos. Ich glaub, ich probier das auch mal aus.
    Ich bin immer zu zappelig, kucke ständig auf die Uhr, denke an alles Mögliche.
    Meistens fehlt mir die Ruhe, dabei soll man die ja dadurch bekommen…aber naja, auch wenn das jetzt wirr klingt, ich konnte mich bislang einfach nie entspannen.

    Ich glaub, ich versuche es auch mal mit Videos.

    Lieben Gruß
    Kris

    • Reich die Flosse, Genosse. Das mit dem *nicht entspannen können* geht mir auch so. Selbst wenn ich alle Zeit der Welt habe, bin ich unruhig und zwinge mich irgendwie dazu, mal etwas zur Ruhe zu kommen.
      Und genau deshalb funktioniert es für mich auch noch nicht, mich hinzusetzen, die Augen zu schließen und im Sein zu versinken.

      Aber ich hoffe, dass ich trotzdem einen Zugang zur Meditation finde – und damit auch die Möglichkeit habe, etwas mehr Selbstkontrolle über meinen jeweiligen Gemütszustand zu haben.

  3. Hallo Nicci, danke für die Videos, eine tolle Idee !!!! Für mich ist es leichter „geführt “ zu werden, anstatt allein in die Ruhe zu finden. Dann bin ich nämlich ganz superschnell wieder bei meiner Einkaufsliste für den nächsten Tag, oder wenn es ganz übel läuft bei den Dingen und Sorgen die mich gerade so umtreiben. Also eher kontra produktiv das ganze;-)) und das macht mich dann ganz zappelig und das wars dann………Diese schöne Musik und die Stimme könnten es schaffen mich zur Ruhe kommen zu lassen. Ich höre auch so gern vorm einschlafen ein Hörspiel, ist nur blöd das ich jedes Mal dabei einschlafe und dann nicht mehr weiß wie weit ich gekommen bin. Meditation wenn die gut läuft hat aber mit schlafen eigentlich nix zu tun;-))). Na wir werden sehen, ich probier’s aus. Liebe Grüße für dich, Kerstin

    • Hehe, ich kann aus Erfahrung sprechen, dass Meditationen sich ganz hervorragend zum einschlafen eigenen ^^ Ist vielleicht auch eine schöne und entspannende Sache und Schlaf ist ja gesund – aber stimmt schon, mit dem Zustand, in dem der Alltag verschwimmt und wir unsere inneren Kind, wie es so schön heißt, näherkommen, hat es wohl nichts zu tun.

      Cool, berichte mal von deinen Erfahrungen 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.