Green Shots – die Kurzen für’s Wohlbefinden

kleinoho
Kris und Julia haben in meinem Sneak Peak Post bereits erraten, worum es heute geht: Um grünen Saft in konzentrierter Form. Ich nenne das ganze Green Shots.

Shots sind im englichen Sprachgebrauch nichts weiter als die uns bekannten Kurzen: Hochprozentige Getränke in kleinen Gläsern, die in einem Zug getrunken werden. Getreu dem Motto „Runter damit, sich schütteln, freuen“ kann die gewünschte Wirkung – im herkömmlichen Sinne ist damit der Rausch gemeint – schnell und ohne großes Tamtam und Wasserbauch herbeigeführt werden.

Analog dazu gibt es in der Healthjunkie-Szene auch schon lange Juice oder Wellness-Shots. Hier steht allerdings nicht der Rausch, sondern die positiven Effekte auf die Gesundheit im Vordergrund. Allen voran der berühmte Weizengras-Saft, der nicht nur wegen seiner geringen Ergiebigkeit beim Entsaften, sondern auch wegen seiner stark entgiftenden Wirkung fast ausschließlich in kleinen Schnapsglas-großen Mengen konsumiert wird.

Verbreitet sind auch Shots mit anderen pflanzlichen Zutaten, denen eine heilsame Wirkung nachgesagt wird – etwa Ingwer, Zitrone, Kurkuma oder Cayenne (meist auch Mischungen daraus). Mit einem kurzen Schluck ist „der Abwasch“ getan, das Gewissen beruhigt und man hat ohne großen Ekel die gesunden Wirkstoffe in konzentrierter Form zu sich genommen.

Ich liebe grüne Säfte, finde deren Zubereitung nur immer unglaublich aufwändig. Dazu ist mir schon immer sauer aufgestoßen, dass ich eine ganze Packung Spinat in den Entsafter geben kann, die Ergiebigkeit sich aber auf wenige Tropfen beschränkt. Würde das ganze nicht mit Gurke oder Früchten aller Art gestreckt werden, wäre das Ergebnis wirklich armselig. Ja, die Säfte sehen am Ende grün aus – aber wie viel Grünes steckt wirklich in Ihnen? Ein kleiner Schuss reicht, um einen Orangensaft grasgrün zu färben – was man dann aber trinkt, ist immer noch zu 90 Prozent Obst.

Inspiriert von den bereits bekannten Juice Shots habe ich mir gedacht, warum sollte man nicht auch bei den grünen Säften ein Serum in konzentrierter Form herstellen? Und warum nicht auch andere Zutaten statt Weizengras hierfür verwenden?

Das hätte folgende Vorteile:

  • Kalorien sparen: Nein, ich bin nicht dafür, Kalorien zu zählen. Aber wenn ich einen süßen Saft genießen will, dann genieße ich ihn lieber bewusst anstatt nur, um meine grüne Ration besser herunterkriegen zu können.
  • Bessere Assimilation: Unser Körper ist nur in der Lage, eine bestimmte Menge an Nährstoffen pro Einheit aufzunehmen. Der Rest wird ausgeschieden. Macht es da nicht mehr Sinn, 2-3 Mal am Tag kleine grüne Shots zu trinken, anstatt sich nur einmal einen großen Saft zu machen?
  • Weniger Arbeit durch Einfrieren: Einmal eine große Menge konzentrieren Green Juice gemacht und in kleinen Gläsern oder Eiswürfelbehältern eingefroren, kommt man damit lange aus. Die kleinen Mengen nehmen weniger Platz im Gefrierschrank weg, als herkömmliche Säfte – und können entweder pur getrunken werden oder als Eiwürfel in alle möglichen anderen Getränke gegeben werden (Smoothies, Säfte, Wasser, Limos etc.)

Zubereitung

Bei der Zubereitung habe ich meinem Vitamix gegenüber meinem Philips Entsafter den Vorzug gegeben. Mein Entsafter ist einfach prima, aber wie bereits oben geschrieben, nicht sehr effektiv beim Entsaften von grünen Blättern. Ich denke, das ist aber einfach ein generelles Problem der Entsafter und hat nicht unbedingt etwas mit dem Preis zu tun. Vor einiger Zeit habe ich einmal einen Slow Juicer testen dürfen – das Ergebnis da war ähnlich.

vita

Neben einem Mixer braucht man natürlich Grünes seiner Wahl (wirklich alles geht!) und ein Mulltuch bzw. einen Nussmilchbeutel (alternativ funktioniert auch ein Geschirrtuch).

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Dazu kleine verschraubbare Gläser oder Eiswürfelbehälter:

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Ich habe versucht, das Grüne mit so wenig Wasser wie möglich zu einem Brei zu verarbeiten. Ganz ohne klappt es aber auch bei dem Vitamix nicht.

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Anschließend wird diese Masse durch das Mulltuch gegeben und ordentlich ausgepresst.

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Wie ihr seht, ist die Flüssigkeit so dunkel, dass sie fast schwarz wirkt – einfach, weil das wertvolle Chlorophyll nicht durch andere Zutaten verdünnt wird.

Die gepresste Flüssigkeit gebe ich dann in einen Ausschenkbehälter (der Mixbehälter funktioniert auch), um sie ohne große Sauerei umfüllen zu können.

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Ein Teil ist in Gläschen gewandert, einen anderen Teil habe ich als Eiswürfel eingefroren:

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Die Eiwürfel sind super und ich werfe sie in fast alles, was ich derzeit trinke. Sogar in „Milchshakes“:

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Die Gläschen lasse ich hingegen auftauen und trinke sie dann in einem Schluck als Shot. Sehr lecker ist das nicht, das muss ich zugeben, aber es ist ja schnell runtergeschluckt. Ich betrachte es einfach als einen kurzen Kick und als meine tägliche Medizin.

In diesem Sinne: Nich lang schnacken, Kopp in Nacken!

One Comment on “Green Shots – die Kurzen für’s Wohlbefinden

  1. Hei Nicci,
    also, ich bin froh, dass ich jeden Morgen meinen grünen Smoothie mache, 2 Liter für 3 Personen. Da bekomme ich ca. 0,8 Liter von (nehme also auch was mit ins Büro). Und der geht ruckzuck. maximal 10 Minuten. Und da kommt mehr als ein Drittel wildes Grünzeug rein, was ich schon recht viel finde. Und noch Sellerie und Zitrone, mit Schale, und Ingwer und Traubenkernmehl (viel opc) etc. Und noch Avo und Banane und Obst nach Saison. Also ist er nicht soooo obstlastig.
    Ich für mich habe dabei ein gutes Gefühl, zumal ich lieber, nach jahrelangem Entsaften (bevor ich meinen Vitamix vor 4 Jahren gekauft hatte), die ganzen Inhaltsstoffe eines Gemüses/einer Frucht zu mir nehme, als „nur“ den Saft.
    Mit dem Green Life Entsafter (ich weiß gar nicht, ob es den noch gibt, hab grad geschaut, der heißt wohl heut greenstar http://www.perfektegesundheit.de/shop/product_info.php?products_id=1742&osCsid=c2013f866641b7fcdc6482c4639d4d6f) geht auch Grünzeug entsaften absolut problemfrei. Der zieht sich sozusagen die Stengel selber rein mit seiner Kolbentechnologie.
    Lange Rede, kurzer Sinn:
    Für mich wäre dieses recht aufwändige Herstellen von grünem Saft (wie Du es machst) zu viel Arbeit im Gegensatz zum Mixen. Denn im Gemixten da ist der Saft ja letztendlich auch drin, halt plus die Faser- und anderen Stoffe, die sonst meist leider in den Abfall kommen.
    Wenn ich daran denke, was ich alles täglich weggeschmissen habe beim Entsaften die ganzen Jahre…. Wahnsinn!! Und ich rede hier von über 17, 18 Jahren!! Darf ich gar nicht dran denken.
    Hin und wieder mache ich noch Saft, wenn ich rote Beete oder Möhren oder Äpfel zuviel habe, und da kommt dann auch grünes Wildes dazu (davon sammel ich ja immer reichlich).
    Ja, für mich kommt dieses Green Shot machen nicht in Frage, aber trotzdem eine interessante Idee, das in die Eisbeutel zu füllen 🙂
    Liebe Grüße
    Birgit

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